Diskussion im Rahmen des Brandenburger Forums der Konrad-Adenauer-Stiftung am 27.02.2012
Was leitet die CDU? Wohin strebt sie? Welche Rolle spielen christlich-soziale und konservative Werte? Das sind Fragen, die sich Parteimitglieder, aber auch Wähler immer wieder stellen und auf die wir an diesem Abend Antworten suchen.
Mit Bernhard Vogel diskutieren Oberkonsistorialrat Martin Vogel, Beauftragter der Evangelischen Kirche bei den Ländern Berlin und Brandenburg, Vizeministerpräsident und General a.D. Jörg Schönbohm als Ehrenvorsitzender der CDU Brandenburg und der Generalsekretär der CDU Brandenburg, Dieter Dombrowski. Dr. Sakskia Ludwig, Vorsitzende der CDU und Landtagsfraktion in Brandenburg wird thematisch in die Veranstaltung einführen.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde überall in Deutschland – so auch in Brandenburg – die Christlich Demokratische Union CDU lokal und regional von der Basis her gegründet. Nach den schrecklichen Erfahrungen des Weltkriegs schlossen sich in ihr vornehmlich Christen - egal welcher Konfession - zusammen, um politische Verantwortung zu übernehmen und Deutschland wieder aufzubauen.
Die erste CDU-Ortsgruppe im Land Brandenburg entstand in der Gemeinde Kleinmachnow am 23. Juni 1945. Drei Tage später, am 26. Juni, veröffentlichte ein Gründerkreis in der Hauptstadt Berlin unter Andreas Hermes den Aufruf „Deutsches Volk!“ zur Sammlung christlicher, sozialer und demokratischer Kräfte und prägte den Namen CDU. Die Gründung des Landesverbandes in Potsdam erfolgte am 16. Oktober 1945. Erster Vorsitzender wurde Wilhelm Wolf.
Als Partei konnte die CDU dank der von ihr gewonnenen Wählergunst im freien Teil Deutschlands bis heute in insgesamt 42 Jahren Regierungszeit, in der sie die Kanzler Adenauer, Ehrhard, Kiesinger, Kohl und Merkel stellte, das Land maßgeblich gestalten. Im Osten war die CDU als Blockpartei dem Regime der Staatspartei SED untergeordnet und konnte erst nach der friedlichen Revolution 1989/90 wieder frei agieren.
Heute steht die CDU als Partei vor neuen Herausforderungen. Um den Charakter als Volkspartei mit verschiedenen Strömungen zu bewahren, muss sie sich ihres unterscheidenden Markenkerns bewusst sein, der grundsätzlichen Orientierung am christlichen Menschenbild und den christlichen Sozialprinzipien. Gleichzeitig muss sie sich aber den Notwendigkeiten des politischen Handelns und Kompromisses stellen, um regierungsfähig zu sein. Das führt unweigerlich zu Spannungen zwischen grundsätzlichen Überzeugungen mehr liberaler, konservativer oder sozialer Herkunft und pragmatischen Handeln.Wann? Wo ? Wer?: www.cdu-kleinmachnow.de/index.php