zum Thema Verkehr: Mehr Sicherheit - weniger Ärger!
08.05.2018, 12:00 Uhr
 
Reaktivierung der Stammbahn als S-Bahn - Verlängerung der S-Bahn von Teltow nach Stahnsdorf
Wir setzen uns für eine optimierte Verkehrsanbindung der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf nach Berlin und Potsdam ein.
 
Wir halten einen Wiederaufbau der Stammbahnstrecke als Regional- oder Fernbahn für nicht sinnvoll.

Die Region TKS  braucht dringend die Verlängerung der S-Bahn von Teltow nach Stahnsdorf (und perspektivisch den Ringschluss nach Wannsee).

Eine bessere Anbindung des entfernteren Umlandes sollte über eine höhere Taktung auf den bestehenden Stecken oder durch eine Reaktivierung der Bankiersbahn erfolgen. Neben der S-Bahn 1 liegt ein Gleis, das ohne großen Aufwand, zusätzlichen Flächenverbrauch, etc. für den Regionalbahnverkehr aufgerüstet werden könnte.
 
Die Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf  hat hingegen von einer Regionalbahn oder Fernbahn nur Nachteile. Zum einen ist unsicher, ob überhaupt eine Haltestelle in Kleinmachnow errichtet würde. Die frühere Haltestelle am Düppel liegt auf Berliner Stadtgebiet, es erscheint aber fast abwegig, dass Berlin einen Bahnhof finanziert, der vorwiegend von Brandenburgern genutzt würde. Außerdem fehlen Flächen für Park&Ride-Angebote. Ein Bahnhof im Gewerbegebiet würde dem Ort auch kaum weiterhelfen.

Ganz davon abgesehen ist bereits in Teltow zu sehen, wie die Bahn mit kleineren Bahnhöfen umgeht: Die Züge halten dort lediglich stündlich! Damit wäre eine sinnvolle Anbindung an Berlin dauerhaft verhindert. Hinzu kommt, dass nach den uns bislang bekannten Zahlen die meisten Bürgerinnen und Bürger aus TKS nicht zum Potsdamer Platz, sondern vielmehr in die südlichen Bezirke Berlins pendeln, nach Zehlendorf und Steglitz.

Spätestens mit der Eröffnung der neuen Gesamtschule beim S-Bahnhof Teltow besteht ein dringender Bedarf, den Verkehr aus Stahnsdorf auf dem Schienenwege nach Teltow bzw. Berlin zu bringen.
Dieses Projekt und die Reaktivierung der Stammbahn als S-Bahn sollte aus unserer Sicht verfolgt werden. Die Anbindung des entfernteren Berliner Umlandes sollte über die bekannten Alternativen (Bankiersbahn etc.) erfolgen.

Eine S-Bahn-Anbindung würde den Mobilitätbedürfnissen der Region daher wesentlich eher entsprechen als eine Fernbahnverbindung.
 
Schließlich möchten wir auch auf die notwendigen baulichen Anlagen für eine Regionalbahnstrecke hinweisen: Um den Höhenunterschied für die Bahn auszugleichen, wäre es notwendig, einen hohen Damm durch Kleinmachnow zu bauen, pikanterweise weitgehend entlang des ehemaligen Mauerstreifens. Nun erneut eine Trennung durch einen hohen Bahndamm statt wie früher Mauer und Stacheldraht? Das können wir uns wirklich nicht vorstellen! Entlang der beabsichtigten Trasse besteht größtenteils dichte Wohnbebauung.
 
Zu weiteren Folgeproblemen gehören neben dem Bahnlärm und den Erschütterungen durch die Hochgeschwindigkeitsanbindung (Regionalzüge fahren bis 160 km/Std.), auch die Behinderung des Straßenverkehrs durch Bahnschranken. Es wären auf eine Straßenstrecke von 2 km drei schienengleiche Bahnübergänge zu bauen. Die zu erwartenden Verkehrs-Rückstaus, die durch die Schranken entstehen, würden in Zehlendorf bis weit nach Kleinmachnow hineinreichen.

Auch wäre ein umfangreiches Sicherheitspaket für diese Übergänge unerlässlich. Insgesamt für alle Anwohner - nicht nur direkt entlang der Bahnstrecke - ein großer Verlust an Wohn- und Lebensqualität.

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